49. Kastell Unterschwaningen

Gemeinden Unterschwaningen und Wassertrüdingen-Altentrüdingen, Kreis Ansbach

In Unterschwaningen befand sich der Garnisonsort eines unbekannten Numerus. Die militärische Nutzung des Platzes dauerte vermutlich nur wenige Jahrzehnte zwischen 90 n. Chr. und dem Anfang des 2. Jahrhunderts. Das Holzkastell von 0,7 ha Fläche (87 x 80 m) besaß zwei gegenüberliegende, einfache Toranlagen, ein Ausbau der Kastellanlage in Stein erfolgte nicht. Nachfolgend wurde der Platz vermutlich durch ein ziviles, landwirtschaftliches Anwesen (villa rustica) eingenommen, das bis zum Ende der Limeszeit in der Mitte des 3. Jahrhunderts bestand. Ausgrabungen beschränken sich auf die Untersuchungen der Reichs-Limeskommission.

Das Areal des archäologischen Denkmals gehört heute zu zwei Gemeinden. Das Kastell liegt etwa 1 km südlich von Unterschwaningen auf einer flachen Anhöhe über dem Zusammenfluss von Arrabach und Mühlbach. Einzelbäume und bereinigte Flurgrenzen zeigen seine ungefähre Lage an; ein Grasweg deckt sich mit der Südfront. Im Umfeld sind ansonsten obertägig kaum Spuren zu erkennen: die als „Altweg“ bezeichnete Geländekante östlich dürfte nicht in Zusammenhang mit dem Kastell stehen, an wenigen Stellen deuten Einzelsteine Befunde der Zivilsiedlung an. Das Kastellbad ist nicht gesichert, ein hypokaustiertes Gebäude im Kastell wird als Folgenutzung der villa rustica zugeordnet.

Bitte wählen Sie die gewünschte Region aus: