Garnisonsort einer unbekannten cohors quingenaria. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Kastell in seinen Ausmaße und Teile seiner Innenbebauung untersucht und dokumentiert, wonach in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts das nördliche Drittel der Anlage der Schottergewinnung im Rahmen des Bundesstraßenbaus zum Opfer fielen. In den 70er Jahren wurde das Kastellareal mit breiten Suchschnitten im Vorfeld der Überbauung untersucht. Grabungen im Vicus und am Kastellbad fanden 1975, 1978 und 1981 statt.
Das Steinkastell von 2,0 ha Fläche besitzt einen nahezu quadratischen Grundriss von ca. 148 m x 135 m, und wird von bis zu drei in den anstehenden Feld geschlagenen, 8 m breiten Gräben umgeben. Die Grabungsbefunde ergaben vier turmbewehrte Tore, Ecktürme, Zwischentürme sowie Geschützplattformen (?) entlang der Seiten. Von der Innenbebauung sind neben den Principia vier weitere in Stein ausgeführte Bauten (Getreidespeicher, Bad des Praetoriums, zwei Bauten unbekannter Funktion) bekannt. Das Areal des archäologischen Denkmals liegt unter einem vornehmlich durch moderne Sportanlagen und einem Hotelkomplex überbauten Areal. Im Rahmen der Ausgrabungen 1973 konnten Teile der Süd- und Westfront in ihren Fundamenten konserviert werden. Auch der Vicus, der sich vornehmlich südlich und östlich des Kastells erstreckte, ist heute dicht durch Sportanlagen bzw. Wohnbebauung überbaut; im Bereich des Kastellbades befindet sich heute ein Wiesenareal.
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