Garnisonsort verschiedener Militäreinheiten (u.a. der Cohors IV Tungrorum und der Cohors III Britannorum) zwischen 80 n.Chr. und der Mitte des 5. Jh.s. Umfangreiche Ausgrabungen durch das Landesamt für Denkmalpflege zwischen 1878 und 1920 (Reinecke) deckten die Reste der annähernd 400 Jahre lang genutzten Wehranlage auf. Die Vicusausdehnung ist durch Luftbildbefunde, Grabungen und Fundmeldungen der vergangenen Jahrzehnte bekannt.
An dem römischen Kastellplatz Abusina entstand zunächst ein nach Norden orientiertes Holz-/Erde-Kastell, das nach der Mitte des 2. Jh.s. in Stein ausgebaut und nach Osten umorientiert wurde. Die Kastellfläche beträgt 1,8 ha (147 x 125 m), die Toranlagen im Norden, Osten und Süden sind als Doppeldurchfahrten ausgebaut. In der Spätantike erfolgte der nachträglicher Einbau einer etwa 40 x 40 m großen Binnenbefestigung in der südwestlichen Kastellecke.
Das Areal des archäologischen Denkmals liegt etwa 500 m südlich des Ortsrandes von Eining dicht an der Terrassenkante über dem Flüßchen Abens in der Flur „Auf der Burg“. Das Kastell liegt eingezäunt innerhalb eines archäologischen Parkgeländes. Wehrmauern und die wichtigsten steinernen Innenbauten sind im Grundriß konserviert bzw. restauriert. Getrennt durch den Verlauf der heutigen Staatsstraße Neustadt-Eining dehnen sich in den landwirtschaftlich genutzten Flächen nördlich teilweise bis unter den Südrand des heutigen Dorfes, östlich und südlich die Reste eines umfangreichen Vicus aus; ein Gräberfeld ist an der südlichen Ausfallstraße des Kohortenkastells bekannt. Im Süden berühren Leitungstrassen (Gaspipeline, zwei Freileitungen für Hochspannung) das Gelände, Teile des Denkmals sind durch die weitere Ortsausdehnung, den Ausbau der Staatsstraße und verschiedener Feldwege sowie den Hopfenanbau bedroht.
In der Flur Unterfeld östlich des Ortskernes von Eining befinden sich die Reste eines 11 ha großen Militärlagers, das zur Donau hin ausgerichtet war. Es dürfte sich um ein Versorgungslager der Legio III Italica handeln, die hier für kurze zeit während der Marcomannenkriege um das Jahr 175 n.Chr. stationiert war. Ausgrabungen (Schönberger) und Luftbildbefunde zeigen ein 380 x 340 m großes, von zwei Spitzgräben und einer Rasensodenmauer umgebenes Lagerareal, dessen Innenbebauung im Wesentlichen aus Holz-/Fachwerk-Gebäuden bestand. Die Umwehrung ist östlich der Staatsstraße als bis zu 2 m tiefer Hohlweg und an der Südostseite ca. 250 m weiterführend durch einen außen anliegenden Feldweg nachvollziehbar. Von einem Vicus ist bislang nichts bekannt.
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