Garnisonsort einer unbekannten Einheit, wahrscheinlich von der Größe eines numerus. Die obertägig noch sichtbare Anlage konnte gegen Ende des letzten Jahrhunderts in seinen Ausmaßen aufgenommen werden.
Das Steinkastell von 0,67 ha Fläche besitzt einen nahezu quadratischen Grundriss mit Seitenlängen von 80 bis 82,5 m Länge. Umgeben wird sie von einem Graben. Die Grabungen der Reichs-Limeskommission konnten je ein Tor auf der Nord- und Südseite belegen, während sich an den anderen Seiten an Stelle von Toren Türme fanden, die sich auch in den Ecken nachweisen ließen. Über die Innenbebauung ist bisher nichts bekannt, wobei sie bei der guten Erhaltung der Anlage wohl aus Fachwerkbauten bestanden haben muß. Das Areal des archäologischen Denkmals liegt heute als Wiesenareal im landwirtschaftlich genutzten Bereich. Obertägig sind die heckenbestandenen Schuttwälle der Mauer weithin sichtbar. Der Vicus des Kastells, der sich wohl vornehmlich südlich erstreckte, liegt heute in landwirtschaftlich genutztem Areal, wie Lesefunde belegen. Das zu diesem Kastell zu erwartende Badegebäude könnte sich westlich im Bereich einer Steinkonzentration im Acker befunden haben.
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